Erlebnisbericht und Bilder

Bestes Wetter!

Mecklenburgische Seenrunde 2017

- 300km Erlebnisbericht mit den ElliptiGOs -

26. / 27. Mai 2017

 

Im April bekam ich zu meinem Geburtstag von meiner Frau eine Teilnahme an der Mecklenburgischen Seenrunde 2017 (MSR’17) als Geschenk überreicht. Da ich damit erstmal noch nichts anfangen konnte, holte ich mir Informationen auf deren Homepage ein. Musste dann feststellen, dass dies ein Fahrrad-Event von 300km Länge ist, welche von Neubrandenburg aus startet, die Strecke um die gesamte mecklenburgische Seenplatte führt und wieder in Neubrandenburg endet. Die Teilnahme an diesem Event sollten wir dann mit unseren ElliptiGOs durchführen.

 

Bis Dato fuhr ich mit den ElliptiGOs meist nur 40km, auch im Rahmen als Personaltraining mit Kunden. 300km war für mich absolutes Neuland und ab diesem Zeitpunkt gingen mir 1000 und mehr Gedanken durch den Kopf und bestimmte fast meinen Alltag. Wie soll ich das durchstehen, was brauche ich alles, was muss ich noch besorgen und vor allem wie ist die Strecke?!

 

Somit bereitete ich mich in der Kürze der Zeit (nur 6 Wochen!) so gut es ging im Fitnessstudio vor. Viel Ausdauertraining auf dem Crosstrainer, Krafttraining der Hauptmuskelgruppen und versuchte so gut es ging, mit dem ElliptiGO im Freien zu trainieren. Auch um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es sich überhaupt körperlich anfühlt, mehr als nur 4 Stunden mit dem ElliptiGO am Stück zu „laufen“.

Unterm Strich waren nur drei heimische Vorbereitungsfahrten von 1x 80km und 2x 100km für mich durchführbar, um einen gewissen, auch körperlichen Eindruck zu erfahren, was mich da erwartet.

 

Ein gewisser Stolz kam in mir hoch, obgleich die Vorstellung eine geleistete 100km Strecke noch zweimal zu durchlaufen, mir schon Angst machte. Nicht nur körperlich, sondern auch sportpsychologisch. Das Entscheidende daran ist aber, kennt man die Strecke, wie ich meine heimischen ElliptGO-Strecken eben so kenne, zu wissen was als nächstes kommt, bzw. wie weit es noch bis zum Ziel ist, oder auf der Dauer von 300km stets neue und unbekannte Eindrücke bekomme. Das war im Nachhinein der wesentlichste Faktor.

 

Tag des Startes: Freitag 26. Mai 2017

Start um 20.10 Uhr in die Nacht hinein

Wettervorhersage: sommerlich warm, kein Regen!

 

8.30 Uhr aufgestanden. Nervosität vor dem Unbekannten stieg, unzählige Gedanken nichts zu vergessen was wichtig sein könnte und vor allem ob Mann und Maschine das durchhält.

 

14.00 Uhr Abfahrt von Klein Sommerbeck nach Neubrandenburg mit Frau, zwei ElliptiGOs – 1x 8-Gang und 1x 11-Gang – und eine Menge Motivation  im Gepäck.

 

17.45 Uhr Ankunft in Neubrandenburg/Kulturpark. Zu Fuß die Startunterlagen und Instruktionen abholen und schon mal erste Eindrücke sammeln.

 

18.15 Uhr zurück am Auto, ElliptiGOs auspacken und ausstatten, selber umziehen und mit den ElliptiGOs wieder zurück in den Start/Ziel – Party – Bereich.

 

19. – 20.00 Uhr gefühlt Jedem der uns sah ein Interview über uns und den ElliptiGOs gegeben und bei unzähligen Fotos vor unserem Sportgerät auch posieren dürfen.

 

20.00 Uhr Aufstellung vor der Startlinie. Im 10 Minuten Takt startet immer ein Pulk von ca. 50 Radfahrern.

 

 

20.20 Uhr START | Etappe 1 – Neubrandenburg km0 – 41km Feldberg

Endlich dürfen auch wir als die einzigen zwei ElliptiGO-Fahrer in einem Pulk von 50 Radfahrern auf die 300km Strecke. Begleitet durch die Polizei bis an die Stadtgrenze Neubrandenburgs. Massen an Menschen klatschen und jubeln den Athleten zu und es ist Partystimmung auf der ganzen Strecke hinaus durch Neubrandenburg. Verwunderte Blicke und positive Äußerungen nahmen wir von den Zuschauern war, welche uns auch auf der gesamten Strecke immer wieder begleiteten.

 

Nach einem langgezogenen Anstieg verließen wir Neubrandenburg und fuhren auf den ersten 41km  in einen langen und schönen Sonnenuntergang, bis der erste Pausenstopp zu erreichen war. Es dauerte nicht lange und wir waren einer der letzten in unserer Gruppe. Dies wunderte uns aber auch nicht, da wir auf alle Fälle die 300km schaffen wollten. Also hielten wir von Anfang an all unsere Kräfte beisammen und hatten uns ausgerechnet, dass wir auf die gesamte Strecke eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 15km/h halten wollen. Somit sollten wir dann insgesamt 20 Stunden unterwegs sein, inklusive Pausen.

 

Nach 41km erreichten wir den ersten Stopp auf dem Feldberg und der Name war Programm. Ihr glaubt gar nicht, wie „extrem“ hügelig die ganze mecklenburgische Seenplatte ist. Dieses erfuhr ich schon ziemlich früh und hoffte, dass es nicht so schlimm werden würde. Ich hoffte und es kam schlimmer.

Auf dem Feldberg war Partystimmung. Eine voll ausgestattete Raststelle mit allem was das Sportlerherz sich nur wünschen kann. Es gab nichts was fehlte.

Energieriegel, belegte Brötchen, Suppen, Kuchen, Obst in Fülle, Getränke mit und ohne Mineralien und jede Menge positiver Energie durch Zuschauer, Mit-Athleten und vor allem den ganzen freiwilligen Mitarbeitern die wirklich einen ganz tollen Job leisteten.

Und wieder gefühlte 100 Interviews über uns und den ElliptiGOs gegeben.

 

22.55 Uhr – Etappe 2 – Feldberg km41 – 73km Neustrelitz

25 minütiger Aufenthalt | körperlicher Zustand: sehr gut

Was soll ich sagen, die 32km Strecke startete sofort wieder mit einem langen Anstieg. Wir nahmen dies mit Humor und sagten uns, dass wir bestimmt wieder schnell auf Betriebstemperatur kommen sollen. Nun haben wir auch die Beleuchtung an unseren ElliptiGOs eingeschaltet. Die Radstrecke führt  hauptsächlich auf Bundesstraßen und es gilt natürlich auch die allgemeine StVO.

 

Was wir als äußerst positiv aufnahmen war, dass immer wieder ein Event-Helfer-Kfz auf der Strecke fuhr. Dem einen oder anderen Radfahrer musste pannentechnisch durch diese Helfer geholfen werden oder er/sie wurde aufgesammelt und das war dann leider das Aus für den Athleten.

Wir kamen in die hell erleuchtet Stadt Neustrelitz und die Straßen waren leer. Immer wieder an riskanten Kreuzungen sahen wir die jeweilige Freiwillige Feuerwehr des Ortes, die uns eine sichere Durchfahrt garantierten. Danke an dieser Stelle.

 

Somit kamen wir zu unseren zweiten Etappen-Stopp und dieser war ebenso professionell ausgestattet wie der Erste. Spätestens jetzt wusste ich, dass ich mindestens 5 Kilo Gepäck umsonst mitnahm. Alle meine Sportriegel und Kohlenhydrat-Getränke hätte ich mir sparen können. So ist es nun mal, wenn man erst die Erfahrung machen muss, bzw. nichts dem Zufall überlassen wollte.

 

 

 

1.13 Uhr – Etappe 3 – Neustrelitz km73 – 125km Röbel

30 minütiger Aufenthalt | körperlicher Zustand: sehr gut

Mittlerweile ist es dunkel geworden und wir haben uns wärmer angezogen. Die nächtlichen 12° konnten sich dann schon mal sehr kühl anfühlen. Einfach nur weil man schwitzt und vermehrt bei uns, da wir ja auch ständig im Stehen fuhren bzw. liefen und  dadurch eine größere Körperfläche dem Wind baten, konnte man schon mehr als sonst auskühlen. Zum großen Glück war es trocken.

 

Wieder ging es bergauf und noch fanden wir es spaßig, vor allem da die bisherige Strecke schon ständig hoch und runter ging. Gefühlt vermehrt „hoch“!

Die 53km Etappe fand nun komplett im Dunklen statt. Die Landstraßen waren leer und immer wieder sah man eine Gruppe rote Lichter vor uns die sich entfernten und weiße „tanzende“ Scheinwerfer hinter uns, die sich näherten.

 

Wir wurden stets von vorbeifahrenden Teilnehmern positiv und respektierend angesprochen und bewundert, dass wir diese 300km im Stehen „durchlaufen“. Diese kleinen und sehr wichtigen Zusprüche unterwegs hielten die Motivation oben und wir mussten jetzt erst recht beweisen, dass die Strecke mit den ElliptiGOs kein Problem sei. Hierfür ein großer Dank an alle Athleten für diese Motivationsschübe.

 

Seitliche Streckenpfeile waren beleuchtet und gaben stets ein sicheres Gefühl noch auf dem richtigen Weg zu sein. Was gefährlich hätte sein können, war ein Reh auf der Strecke, welches sich nur schwer dazu überreden ließ, die Straße zu verlassen.

Man stelle sich nur die Schlagzeile vor: „ Radfahrer vom Reh überlaufen!“

 

Landschaftlich war nicht viel zu sehen. Nur einen stets leicht erhellten Horizont, der erahnen ließ wo sich die Sonne zur Ruhe gelegt hat und wo sie demnächst wieder erscheinen wird, um uns den Weg zu leuchten.

 

Nun kamen wir zum dritten vollausgestatteten Etappen-Stopp in Röbel an und es ereignete sich was Lustiges. Wir stellten unsere ElliptiGOs ab. Saßen uns auf die Bank und sagten gleichzeitig: „Endlich sitzen!“. Währenddessen Radfahrer ankamen, abstiegen und gemeinsam „Endlich stehen!“ sagten. Da mussten wir schon mal zusammen lachen und hatten wieder tolle Gespräche.

 

3.55 Uhr – Etappe 4 – Röbel km125 – 172km Nossentiner Hütte

30 minütiger Aufenthalt | körperlicher Zustand: gut

Die kommenden 47km begannen abermals mit einer Steigung, welches langsam auf das Gemüt schlug. Durch das, dass es noch dunkel war konnte man nur erahnen, wie es ständig hoch und runter ging. Dies ist auch der wesentliche Vorteil der Dunkelheit, man sieht nicht wie lange oder steil ein Anstieg war und man konnte sich schön auf seinen „Lauf-Takt“ und die richtige Gangwahl konzentrieren.

 

So „liefen“ wir weiter und weiter, sangen dabei hin und wieder gemeinsam ein Lied und mit der Zeit wurde es langsam immer heller am Horizont. Faszinierend war generell, dass es zum Einen eine sehr kurze Nacht war und zum Anderen, hatten wir ständig Temperaturstürze von gefühlten 10°C. Jedes Mal als es bergauf ging wurde es immer wärmer und nach jedem Anstieg ging es aber auch wieder bergab. Dort erwartete uns wieder die Kälte, wo ich persönlich den Schwung des Bergab-fahrens gerne mal abbremste, aufgrund des kalten Fahrtwindes. Dies ist wie gesagt nur eine persönliche Kälteempfindlichkeit meinerseits.

 

Auf dieser Etappe kam dann gegen 5 Uhr morgens die Sonne mit kräftigen Strahlen wieder hervor und zeitgleich stiegen ebenfalls tiefe Glücksgefühle in mir empor. Habe lange nicht mehr so einen tollen Sonnenaufgang erlebt. Alleine nur dieses zu erleben und währenddessen Sport im Freien durch die Nacht treibt, dadurch hat sich die Anmeldung zu diesem tollen Event schon gelohnt. Des Weiteren passierten wir dann ein großes Schild mit der Aufschrift: „Die Hälfte ist geschafft. Nur noch 150km“! Von da an wusste ich zwei Sachen.

1. Mit jedem Meter wird jetzt die Strecke immer kürzer, umdrehen lohnt nicht mehr und

2. Jetzt wird durchgefahren, komme was wolle!

 

Und mit diesem Erlebnis ging es in den vierten Etappen-Stopp in die Nossentiner Hütte.

 

8.00 Uhr – Etappe 5 – Nossentiner Hütte km172 – 216km Alt Schönau

20 minütiger Aufenthalt | körperlicher Zustand: gut

Mittlerweile ist wieder die ganze Schönheit der Landschaft rund um die mecklenburgische Seenplatte zu sehen. Wenn man nach links schaute, die Farbe Gelb so weit man sehen konnte vor lauter Raps und schaute man nach rechts die Farbe Grün. Zum Nachteil sah man nun auch wieder jede einzelne Steigung und auch die Länge des Anstiegs. Dies wollte kein Ende nehmen und es schlichen sich langsam aber sicher tiefe Rachegefühle gegenüber dem Veranstalter ein.

 

Die Temperaturen stiegen an und wir konnten wieder die herkömmliche kurze Trainingsbekleidung nutzen. Immer wieder wenn die Strecke durch entlegene Dörfer führte, fanden sich auch kleine Menschengruppen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, alle Teilnehmer anzufeuern. Bewaffnet mit Trommeln, Tröten, Ratschen und lauten Gejubel. Da mussten wir automatisch einen unbeschwerten, lockeren „Lauf-Eindruck“ auf unseren ElliptiGOs machen und lächelten zufrieden. Als ob die zurückgelegte Strecke bislang spurlos an uns vorbei ging. Doch hinter der nächsten unbeobachteten Kurve kam wieder das angestrengte Gesicht zum Vorschein.

 

Während diesen 44km haben wir auch einen bestimmten Radler zum wiederholten Male getroffen. Dieser wurde von uns als „Biene Maja“ betitelt. Er war in einem schwarzen Anzug unterwegs und hatte kniehohe Socken an die schwarz-gelb geringelt waren. Mit ihm sind wir ein Teil gemeinsam gefahren und er erzählte mir, dass sein Fahrrad ein Schweizer Armee-Rad aus dem Jahre 1947 sei. Im Original-Zustand, noch mit der ersten Kette, drei Bremsen und nur einem Gang. Er ist die MSR 300 schon ein paar Mal mit einem Rennrad gefahren und wollte beweisen, dass dies auch mit nur einem Gang und mit jedem Rad zu schaffen sei. In der Zeit als wir uns so unterhielten, haben wir auch einen Abzweig verpasst. Und als ob der Veranstalter dies vorher sah, hatte er ein sehr großes Schild aufgestellt mit der Aufschrift: „WRONG WAY! RETURN!“. An dieser Stelle abermals ein großes Dankeschön an den/die Veranstalter, dass wirklich an alles gedacht wurde.

 

So kamen wir dann zum fünften Etappen-Stopp in Alt Schönau an. Viele immer wiederkehrende Gesichter getroffen. Die sinkende Motivation in so manchen Gesichtern war deutlich zu sehen. Kleine Geschichten über Pannen oder aufhörende Teilnehmer wurden mehr. Es wäre gelogen, wenn ich nun behaupten würde, ich sei noch topfit. Doch diese kleinen Geschichten am Rande haben uns abermals motiviert, auf alle Fälle durchzuhalten.

Die ElliptiGOs haben bislang einen ausgezeichneten Job erledigt und dies gab mir die Gewissheit, dass es nur noch am körperlichen Versagen liegen könnte, falls es zu einem Abbruch kommen sollte.

 

9:52 – Etappe 6 – Alt Schönau km216 – Möllenhagen 261km

30 minütiger Aufenthalt | körperlicher Zustand: leicht ausgelaugt

Auf dieser 45km Etappe ging es gefühlt nur noch bergauf. Die Sonne stieg immer höher und es fiel langsam schwer eine gewisse Grundkonzentration aufrecht zu erhalten. Dies machte sich bemerkbar, dass man auf einmal Unebenheiten und kleine Schlaglöcher auf der Strecke nicht mehr auswich. Ich lief nur noch im Takt, Geschwindigkeit zählte nicht mehr und Gespräche ließen nach oder fielen schwer.

 

Nicht nur mir ging es so, sondern auch anderen Teilnehmern. So geschah es dann, dass sich ein Radfahrer nach einer ebenen Streckenführung die auf einmal in einen doch sehr hoch prozentigen Anstieg wechselte, verschaltete und ihm dabei die Kette riss. Die Worte die dann zum Ausdruck des Ärgers heraus kamen, möchte ich hier nicht schreiben. Aber jeder kann sich nur zu gut vorstellen, was da wohl geflucht wurde, so ca. 60km vor dem Ziel.

In diesem Moment war ich froh eine Narbenschaltung und keine Kettenschaltung zu haben.

Die aufgefüllte Trinkflasche hielt auch keine 40km mehr. Der Flüssigkeitsbedarf war enorm und ich sehnte mich nur noch nach dem nächsten Etappen-Stopp.

So kam dann auch endlich der erste Hinweis, dass in 2km die nächste Pause wartet. Und Möllenhagen war dann auch der sechste und auch der letzte Stopp, bevor es dann in das Ziel nach Neubrandenburg geht.

 

12:45 – Etappe 7 – Möllenhagen km 261 – Neubrandenburg 300km – 15:45:30

45 minütiger Aufenthalt | körperlicher Zustand: ausgelaugt, aber motiviert

Die letzten 39km bis zum Ziel erschienen endlos. Begleitet durch große Motivationsschilder, die ab Kilometer 200 das Ziel in 10km Abständen für dich herunter zählen. Die Wasserflasche wurde immer kleiner und diese bergauf-Fahrerei hörte auch nicht auf. Immer wieder erneut einen Anstieg aus dem Hut zu zaubern, diesen zu bezwingen obgleich man schon auf Reserve und zum Teil schon darüber hinaus, lief. Nur noch funktionieren und nicht nach vorne schauen. Treten – laufen – Körper bewegen, waren nur noch die einzigen Gedanken.

 

Als wir dann endlich in den Kurpark einfuhren, zujubelnde Menschen mehr wurden und die Party-Stimmung immer lauter, wusste ich, nichts auf der Welt kann uns jetzt mehr stoppen. Die große Ziel-Durchfahrt erschien wie ein Paradies, die wir gemeinsam überfuhren und das Herz war randvoll mit Glück, Stolz und vielen anderen nicht nennbaren Gefühlen, gefüllt.

 

Die Ziellinie wurde 19 Stunden und 24 Minuten nach dem Freitag-Abend Start dann endlich am Samstag den 27. Mai 2017 um 15:45 Uhr von uns überfahren und wie auf Knopfdruck vielen sämtliche Anspannungen, Schmerzen und andere negative Gefühle wie von Geisterhand von uns ab. Zur Erinnerung der tollen Leistung, gab es noch eine hochwertige Medaille.

Noch ein kurzes Ziel-Interview bevor wir in der Masse verschwanden und für uns dann da sein konnten. Schnell ein alkoholfreies Weißbier, etwas essen und einen Schattenplatz suchen und das Erlebte auf irgendeine Art und Weise zu verarbeiten.

 

Bislang waren wir über 31 Stunden schon ohne Schlaf. Es ist faszinierend, was ein menschlicher Körper im Stande ist zu leisten, wenn genügen Motivation, Disziplin und Adrenalin im Blut ist.

 

Irgendwann nach einer kurzen Abkühlung im angrenzenden See ging es in das Hotel, schnell duschen und beim Abendessen beinahe schon eingeschlafen. Nach 36 Stunden auf den Beinen ging es dann umgehend zu Bett und es wurde 11 Stunden bis zum Frühstück durchgeschlafen.

 

Noch glücklich und voller surrealer Eindrücke ging es wieder gemütlich nach Hause nach Klein Sommerbeck.

 

MSR300 – ElliptiGO – Runtastic – Event-Fakten:

Distanz:                               300km

Fahrdauer netto:            16 Stunden : 31Minuten : 39Sekunden

Fahrpausen:                      3 Stunden

Durchschn. Geschw.:    18 km/h netto  ohne Pausen

Durchschn. Geschw.:    15 km/h brutto mit Pausen

Max. Geschw.:                 44,1 km/h

Höhenmeter:                   3.888 Meter